Donnerstag, 19. April 2018

Rezension: `Die heimliche Heilerin und die Könige` von Ellin Carsta

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Schwere Zeiten für Madlen















Im vierten Band um die heimliche Heilerin Madlen geht es ordentlich zur Sache. Weil sie einem Schwerverletzten helfen wollen, geraten Madlen und Franz ganz unbeabsichtigt zwischen die Fronten zweier mächtiger Gegner.
Franz  beschuldigt man, geheime Informationen vorzuenthalten und er wird gefangen genommen, eingesperrt und misshandelt.
Madlen gelingt es, herauszufinden, um was es überhaupt geht, doch erst als ein verheerendes Feuer ausbricht, merkt sie, dass ihre Gegner ihr haushoch überlegen sind. 

 Madlen und ihre Familie müssen schwere Zeiten durchstehen, in denen allerlei schlimme Dinge passieren, Intrigen und Missgunst, tragische Todesfälle, sowie Verlust vom ganzen Hab und Gut. Und immer noch hat niemand herausgefunden, wer in Worms ein falsches Spiel spielt und für all das verantwortlich ist und so viele Menschen auf dem Gewissen hat.

 Die Geschehnisse machen für Madlen mühselige Reisen mit längerer Abwesenheit von Worms notwendig, aber genau wie schon in den vorigen Bänden gefällt mir, dass sie bei allen Prüfungen, die ihr auferlegt werden, nie ganz allein ist, sondern immer ihre Familie oder gute Freunde hinter sich hat, die ihr helfen.

Die Autorin hat Madlens Geschichte wieder so anschaulich erzählt, dass man sich direkt im 15. Jahrhundert befand. Es ist von Vorteil, die vorigen Bände zu lesen, aber kein dringendes Muss.

Der Schreibstil ist einfach, das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Die spannende Handlung ist perfekt in den historischem Hintergrund eingebaut, doch nicht alles ist wirklich so geschehen, sondern die Autorin hat es mit künstlerischer Freiheit etwas ausgeschmückt und manches hinzugedichtet, was man im Anhang nachlesen kann.
Auch der vierte Band um Madlen hat mir wieder gut gefallen und ich konnte ihn in zwei Abenden auslesen.



Ich danke Netgalley  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 12. April 2018

Rezension: `Libellenschwestern` von Lisa Wingate

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Libellenschwestern
















Avery  ist beruflich und privat ziemlich eingespannt, sie ist selbst als Anwältin tätig, nimmt aber nebenbei noch Pressetermine mit ihrem Vater wahr, dem Senator Stafford. Bei einem dieser Termine im Altenheim begegnet ihr eine alte Frau, die sich sehr für Averys  Libellenarmband interessiert. Sie sagt, sie kennt es und es würde ihr gehören. Als Avery dann ein Foto bei ihr im Zimmer sieht, auf dem vier Frauen abgebildet sind, die ihr und ihrer Großmutter sehr ähneln, interessiert sie sich für die Geschichte der Frau. Irgendetwas scheint sie mit Averys Großmutter zu verbinden, doch diese lebt im Heim, ist dement und kann sich an nichts erinnern.
Avery lässt dieses geheimnisvolle Foto keine Ruhe und sie sucht im Haus ihrer Großmutter nach Erklärungen. Gibt es ein Familiengeheimnis, das jahrelang gehütet wurde?

 In einem anderen Handlungsstrang begeben wir uns ins Jahr 1939 zu den  Geschwistern Foss, die mit ihren Eltern als sog. Flusszigeuner auf einem Hausboot leben. Als die Mutter ins Krankenhaus kommt, werden die Kinder  abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Dort werden sie an neue Eltern verkauft.
Leider entsprechen diese Machenschaften der Wahrheit. Die Eltern, meist nicht sonderlich gebildet, unterschrieben irgendetwas und in Wirklichkeit gaben sie ihre Kinder damit zur Adoption frei und sahen sie meist nie wieder. Von den 20er Jahren bis hinein in die 50er Jahre wurde das so gehandhabt und anscheinend von ganz oben gedeckt. Im Anhang kann man dazu einiges nachlesen.


Lisa Wingate  schafft es, den Leser ganz in die beiden Handlungsstränge eintauchen zu lassen. Gerade war ich noch bei Avery, gleich wieder bei den Flusszigeunern. Detailreich erzählt sie die Geschichte der Foss- Kinder  und beschreibt so bildhaft, dass man alles direkt vor Augen hat. Rill Foss kämpft darum, ihre Geschwister zusammenzuhalten und eine Trennung zu verhindern, doch leider ist das unmöglich.

Doch was hat die alte Geschichte der Flusskinder mit der  Frau im Heim und Averys Großmutter zu tun?
Avery will um jeden Preis das Geheimnis erfahren und sie findet Dinge heraus, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Avery ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man direkt ins Herz geschlossen hat. Spannend wird erzählt, wie sie nach und nach mehr herausfindet über die Verbindung der Flusskinder zu ihrer Familie.
Bei den Recherchen macht Avery noch eine ganz andere persönliche Erfahrung. Sie lernt den attraktiven Trent kennen, der auch eine ähnliche Familiengeschichte hat. Zum ersten Mal stellt sie ihre langjährige Beziehung mit Elliot, ihrem Verlobten in Frage. Ist es wirklich Liebe, das sie verbindet oder hält das Leben noch etwas anderes für sie bereit?

Lisa Wingate hat einen fesselnden Schreibstil, beide Zeitebenen haben mich gleichermaßen gefangen genommen, tief bewegt und noch einige Zeit beschäftigt. Ich empfehle `Libellenschwestern`  gerne weiter !


                                                   

 Ich danke dem Limes Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Gewinnspiel !!!!

Ich finde, es wird mal wieder Zeit für ein Gewinnspiel hier 🎉🎉🎉



 Im April 2018 erschien der neue Roman von Markus Kleinknecht!
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Erinnert Ihr euch an die Familie Schulz aus Drage, die 2015 spurlos verschwand? Der Autor hat den Fall als Vorbild genutzt, aber Charaktere und Ort verändert.

Klappentext:
Eine ganze Familie verschwindet spurlos aus einem Haus am Hamburger Stadtrand. Als der Vater tot in der Elbe treibt, geht die Polizei davon aus, dass er erst seine Familie und dann sich selbst getötet hat. Doch war es wirklich ein erweiterter Selbstmord? Was bewegt einen Menschen zu solch einer Tat? Während Hamburg einen ungewöhnlichen Kälteeinbruch erlebt und zu erstarren scheint, bleiben die Frau und beide Kinder verschwunden. Liegen sie auf dem Grund eines Sees, oder wurden sie vor dem Dauerfrost im Wald begraben? Bald sehen sich der Journalist Jan Fischer und die Fotografin Charlotte Sander durch ihre Recherchen mit einem abgrundtief bösen Gegner konfrontiert.




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Klappentext:
Wie ein Suchscheinwerfer gleitet sein Blick über die Menschen. Schon lange hat er nicht mehr getötet, der Serienmörder, von dem niemand weiß, dass es ihn überhaupt gibt. Doch sein innerer Drang, wieder zu morden, wird immer größer. Ohne es zu ahnen, kommt ihm der Hamburger Journalist Jan Fischer bei Recherchen zu einem 20 Jahre zurückliegenden Mord gefährlich nahe. Eine Abiturientin wurde damals mit einem Kabel erwürgt. Als die Fotografin Charlotte Sander ins Visier des Killers gerät, wird der Tod zu ihrem heimlichen Begleiter.









                               



Markus Kleinknecht ist seit fast 20 Jahren als TV-Journalist für verschiedene Sender und Agenturen tätig. Polizeigeschichten und die Berichterstattung aus den Gerichten gehören zu seiner täglichen Arbeit. So finden reale Kriminalfälle immer wieder Eingang in seine Romane. Die Ausgangssituation für Kleinknechts neuen Krimi erinnert so nicht ohne Grund an die Familie Schulz aus Drage, die 2015 verschwand. Kleinknecht war dabei, als die Elbe zwischen Winsen und Geesthacht von Feuerwehr und Polizei abgesucht wurde. Er kennt das Haus der Familie. Und auch eine tagelange Suchaktion mit Spürhunden und Tauchern bei einem See in Holm-Seppensen hat er journalistisch begleitet. Diese Ereignisse werden in "Verhängnisvoll" aufgegriffen und ins Hamburger Stadtgebiet verlegt. Nur bei den Personen gibt es keinen realen Bezug. Ihre Charaktere sind frei erfunden. So kann der Autor eine ganz eigene Auflösung für den rätselhaften Fall bieten.




Wenn Ihr mehr über den Autor erfahren möchtet, könnt Ihr das H I E R




Was müsst Ihr tun, um eins der drei Buchpakete zu gewinnen?? Kommentiert einfach hier oder bei Facebook, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. Bis zum 20.04.2018 habt Ihr Zeit.
Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

                 Ich wünsche euch viel Glück !!!

Montag, 9. April 2018

Rezension: `Tiefe Havel` von Tim Pieper

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Spannend und kurzweilig !!

















Der Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben wird zum Tatort gerufen, bei dem es um einen ermordeten Binnenschiffer geht. Doch es scheint kein einfach zu lösender Fall zu werden, sondern die Spur führt ins Drogenmilieu und da scheint etwas im großen Stil abzulaufen.
Toni ist mir bereits aus den vorigen Havel- Krimis, die mich auch schon begeistert haben, bekannt.
Normalerweise mag ich nicht zu viel Privatkram der Ermittler bei Krimis, doch Tonis Ehegeschichte berührt mich seit dem ersten Band. Und auch dieses Mal entwickelt es sich zwischen den beiden ganz anders, als ich erwartet habe.
Zudem gibt es Stress mit seinem Vorgesetzten und Toni macht des Öfteren die Faust in der Tasche.

Trotzdem muss er sich  um den Fall oder die Fälle kümmern, denn inzwischen ist ein zweiter Toter dazugekommen. In mühsamer Kleinarbeit werden die Bilder von Überwachungskameras ausgewertet, Telefondaten kontrolliert  und Kontakte überprüft. So ergibt sich bald ein Bild, in welchem Stil hier Drogengeschäfte getätigt wurden und wer dran beteiligt sein könnte.

In einem anderen Handlungsstrang kommt Sandro Ehmke zu Wort, ein ehemaliger Knacki, der mit Toni noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Was er und sein Freund Herm mit den Drogengeschäften zu tun haben, ist zuerst noch nicht erkennbar, aber nach und nach werden die losen Fäden zu einem Knoten verbunden und es wird einiges klarer.

Tim Pieper hat wieder einen hervorragenden Krimi geschrieben, kurze Kapitel, flotter Schreibstil und er hält sich nicht mit überflüssigen und unnötigen Beschreibungen auf. 

Spannende Ermittlungstätigkeit wechselt sich mit Tonis unruhigem Privatleben ab, sodass  keine Zeit zur Erholung bleibt. An zwei Abenden habe ich das Buch verschlungen und bin genauso begeistert wie von den letzten Bänden. So darf es gerne weitergehen!






 Ich danke dem Emons Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Montag, 2. April 2018

Rezension: `Kühn hat Ärger` von Jan Weiler


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Unterhaltsamer Roman mit Krimi- Elementen!!











Nachdem ich neulich die Lesung von Jan Weiler zu diesem Buch besucht habe, musste ich `Kühn hat Ärger` natürlich auch lesen.
Es kann gut sein, dass ich nun voreingenommen bin, denn die Lesung war äußerst lustig und ich hatte nun während des Lesens die ganze Zeit den Autor vor Augen.

`Kühn hat Ärger`  ist ein Roman, also kein Krimi im üblichen Sinn. Mit Unmengen  humorvoller Szenen wird dieses Buch zu einem `Krimi- Erlebnis` der besonderen Art.

Es geht um den Mord an einem jungen Libanesen, den Kühn aufzuklären hat. Doch Kühn selbst befindet sich gerade in einer Krise, denn nach seiner mehrwöchigen Reha  läuft alles nicht mehr so toll. Sein Kollege benimmt sich nicht loyal, seine Frau scheint ein Verhältnis zu haben, sein Sohn hält ihn auf Distanz und dann kommt da noch die Angst vor einem ärztlichen Untersuchungsergebnis dazu.
Trotzdem muss er sich um seinen Fall kümmern.

Der junge Libanese Amir war mit Julia, einem Mädchen aus sehr gutem Haus befreundet. Julias Mutter engagiert sich sehr für die Integration von Flüchtlingen bei dem Münchener Verein `Sternenhimmel.`  Sie nimmt Amir begeistert in ihre Familie auf, doch ist sie wirklich so angetan von der Wahl ihrer Tochter oder ist alles nur Schau?

Kühn betritt bei den Ermittlungen quasi eine andere Welt, die Welt der Reichen und Schönen!
Bei der Beschreibung des Hauses der Familie van Hauten, z.B. des Bonsai- Parketts habe ich mehrmals herzhaft lachen müssen.
Die Fantasie des Autors ist phänomenal, wie kann man sich diese Dinge ausdenken? Auch andere Beschreibungen haben es in sich und ganz alltägliche Situationen können sich über mehrere Seiten hinziehen, ohne dass es einem auch nur eine Sekunde langweilig wird.
Als es nach einer Dienstfeier zu einem Seitensprung mit einer Kollegin kommt, wird die Bettszene in allen Einzelheiten wiedergegeben, aber extrem witzig und  humorvoll und bestimmt nicht so, wie man es üblicherweise lesen kann.

Auch Kühns Verhörmethoden sind von ganz besonderer Art, haben mir sehr gut gefallen.
 `Kühn hat Ärger`  ist ein gesellschaftskritischer Roman mit Krimi-  Elementen, doch für mich trat das Krimi- Geschehen eindeutig in den Hintergrund.
Der Autor mit der besonderen Beobachtungsgabe hat einen kurzweiligen, unterhaltsamen Roman geschrieben, den ich gerne empfehle.




Falls Ihr nochmal ein paar Fotos und einen kurzen Bericht von der Lesung mit Jan Weiler sehen möchtet, geht es H I E R   entlang.

 Ich danke dem Piper Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 29. März 2018

Rezension: `Als Luca verschwand` von Petra Hammesfahr

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Wo ist Luca??


















Kommissar Klinkhammer hat es diesmal mit einem heiklen Fall zu tun. Eigentlich dürfte er gar nicht ermitteln, da er die betroffene Familie persönlich kennt.
Gerade deswegen ist es ihm wichtig, bei der Aufklärung mitzuhelfen. Was ist passiert? Mel, Mutter zweier Kleinkinder, lässt das Baby Luca vor der Drogerie im Kinderwagen stehen und geht einkaufen. Als sie nach einiger Zeit zurückkommt, ist der Wagen leer und der Junge  weg.
Auch die schnell herbeigerufene Polizei kann nichts ausrichten, Luca bleibt verschwunden.

Es gibt einige Theorien. Hat die ältere, verwirrte Frau, die in den Kinderwagen gelangt hat, etwas damit zu tun oder vielleicht der Buhmann, der den anderen Sohn draußen so erschreckt hat?
Mels Mann Martin glaubt allerdings, dass seine Mutter Gaby den Jungen entführt hat, doch die weilt ganz woanders. Und dann verlangt auch noch ein Anrufer Lösegeld. Später kommt eine andere Idee dazu: Hatte Mel den Jungen eventuell gar nicht dabei? War der Wagen vielleicht leer und das Ganze eine Täuschung?


In schnell wechselnden, verschiedenen Handlungssträngen und Rückblenden erfahren wir einiges über Martins Familie und deren Umfeld. Außerdem lernen wir Anni Erzig, die alte verwirrte Frau, näher kennen. Die Charaktere sind allesamt seltsam, verhalten sich merkwürdig und stehen in sonderbaren Beziehungen zueinander.
Der Leser hat den Ermittlern zwar etwas voraus, weiß immer ein wenig mehr, doch trotzdem bleibt es bis zum Schluss ein Rätsel, was hier passiert ist.
Wurde Luca von einem Fremden entführt oder von der alten Frau? Hat Mel Schuld auf sich geladen? Hat die Oma Gaby damit zu tun? Lebt der Junge überhaupt  noch? Wieso benehmen sich alle so eigentümlich?


 Ich mag die Bücher der Autorin, sie sind aber manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Petra Hammesfahr schafft es, mit einfachem Erzählstil trotzdem große Spannung zu erzeugen. Die Story verläuft eigentlich ohne besondere Action, enthält jedoch jede Menge überraschender Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Insgesamt hat mich das Buch wieder so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ein typischer Hammesfahr, den ich sehr gerne empfehle!



Donnerstag, 22. März 2018

Lesung: Jan Weiler in Köln 16.03.2018 Lit. Cologne



Von den superlustigen Lesungen mit Jan Weiler hatte ich schon gehört, nun besaßen wir selbst Karten für eine Veranstaltung im Kölner Tanzbrunnen im Rahmen der Lit. Cologne.
Erst zu Anfang der Vorstellung fiel mir auf, dass es sich ja gar nicht um ein lustiges Buch handelt, sondern um eine Art Krimi. `Kühn hat Ärger.` Doch wir durften feststellen, dass auch ein Krimi nicht todernst sein muss.

Ruhig und souverän durch den Abend führte Moderatorin Marion Brasch, selbst Autorin. Jan Weiler hat ziemlich viele Stellen aus `Kühn hat Ärger` gelesen und dabei kam heraus, dass der Autor eine Wahnsinnsfantasie hat.
Wer schon immer mal wissen wollte, wie Bonsai- Parkett hergestellt und wie es verlegt wird, warum die Altstadt von Dubrovnik kein Kopfsteinpflaster mehr hat, sondern asphaltiert wurde, der sollte sich unbedingt das Buch kaufen oder noch besser, es sich von Jan Weiler auf einer Lesung vorlesen lassen.
 Der trockene Humor des Autors ist einfach genial. Wir waren richtig begeistert und haben lange nicht mehr so gelacht. Leider ging der Abend viel zu schnell vorbei, wir hätten dem sympathischen Autor noch ewig zuhören können.


Mein Nichte Laura mit Jan Weiler











Klickt aufs Cover

Samstag, 17. März 2018

Gastrezension: `Drei aus dem Ruder` von Annette Lies




Gastrezension von Alexandra Förster 















Das Buch bekam ich zugeschickt, es war aber nicht so ganz mein Genre und die liebe Alexandra hat es nun für uns gelesen und eine Rezension geschrieben!


 Gastrezension:

Psychische Krankheiten sind oft noch ein Tabuthema, daher finde ich es immer wieder klasse, wenn Autoren dieses Thema aufgreifen und zeigen, dass es jeden treffen kann. Nun erschien das neueste Buch von Annette Lies, welches sich rund um drei Frauen in einer psychosomatischen Klinik dreht.
In einer psychosomatischen Klinik treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander, so auch in der Klinik Seeblick. Da wäre die berühmte und kinderlose Köchin Coco, die vor allem der Esoterik zugewandt ist. Sie lernt die Frauenärztin Henriette kennen, die in ihrer Ehe nicht recht glücklich ist und deren Kinder bald das Haus verlassen werden und zudem leidet sie unter einem Unfall. Die dritte im Bunde ist Mieke, Autoschrauberin und verliebt in einen verheirateten Mann. Obwohl die drei Frauen so gar nichts gemeinsam haben freunden sie sich an und die Zeit in der Klinik vergeht wie im Fluge. Höhen und Tiefen inbegriffen und davon gibt es viele.
Die Autorin hat es geschafft, dass ich mitten im Klinikalltag dabei war, so sehr hat mich das Buch gefesselt. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass ich am liebsten zu den Dreien dazu gehören würde, da sich hier wirklich ganz spannende Charaktere getroffen haben. Hier geht auch direkt das nächste Lob an die Autorin: Henriette, Coco und Mieke waren sehr realistisch mit ihren Sorgen und Ängsten, aber auch jede für sich sehr liebenswert. Die Figuren waren sehr gut gezeichnet und es fehlte keiner an einer Tiefe, sodass ich ein sehr klares Bild vor Augen hatte. Vor allem Henriette, um die es am meisten geht, habe ich direkt in mein Herz geschlossen, eine sehr sympathische Frau, über die ich gerne noch mehr lesen wollen würde.
Die Geschichte selbst fand ich spannend und konnte mich überzeugen. Ich habe lachen können, habe aber auch mitgefiebert  und gebangt. Große Action gibt es hier nicht, eher empfand ich den Roman als einen ruhigen Roman, was selbstverständlich auch durch das Thema bedingt ist. Dennoch gab es an keiner Stelle Langeweile, da das Trio immer neue Dinge erlebt oder bespricht.
Das Buch hat sich aufgrund der spannenden Handlung und der tollen Figuren für mich zu einem Pageturner entwickelt. Aber auch der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat dazu beigetragen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Fazit: Vielleicht bin ich etwas voreingenommen, da ich selbst bereits Klinikerfahrungen gesammelt habe und entsprechend solche Bücher einen gewissen Reiz auf mich ausüben. Aber so oder so ist der Autorin hier ein toller Roman gelungen, der sich sehr gut lesen lässt, spannende Figuren aufweist und mit einer guten Handlung aufwarten kann.
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Vielen Dank, liebe Alexandra, für diese schöne Rezension!!😘😘

 Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.