Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension: `Die honigsüßen Hände` von Marion Johanning

* * * * *
Ein Lesevergnügen!!!



















Ich muss gestehen, der Buchtitel hat mich zuerst etwas abgeschreckt, doch inzwischen weiß ich, dass er sich aufs Backen bezieht.
Die junge Beatrix wird an den adeligen Arnold von der Ahe verheiratet, doch ihre Ehe ist die Hölle. Arnold misshandelt sie und hält sie bei Wasser und Brot auf seiner Burg gefangen.
Zusammen mit der Dienerin Mechthild gelingt Beatrix eine abenteuerliche Flucht nach Köln.
Dort schafft sie es, sich einen Namen als Kuchenbäckerin zu machen und obwohl sie und Mechthild sich als Schwestern aus der Eifel ausgegeben haben, bietet das nicht wirklich Sicherheit vor Entdeckung.
 In Köln lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Aber er ist nicht frei, genauso wenig wie Beatrix und die Angst, Arnold könnte sie finden, überschattet alles...

Marion Johanning hat sehr interessante Charaktere geschaffen, facettenreich und lebendig beschrieben.
Obwohl das Buch 500 Seiten dick ist, hatte ich beim Lesen keine Minute Langeweile. Beatrix` Leben verläuft  sehr ereignisreich und die Autorin hat gut recherchiert und den Alltag im Köln des 13. Jahrhundert authentisch dargestellt.
Auch die Entwicklung der Backkünste vom einfachen Obstkuchen bis hin zu den edelsten Marzipantorten fand ich sehr interessant. Beatrix tüftelt und probiert, bis ihr wieder etwas Neues gelingt. Zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, denn die Zutaten waren schwer bis gar nicht zu beschaffen. Sie musste oft improvisieren, weil ein Gewürz etc. fehlt.  Zucker wurde als weißes Gold bezeichnet und war extrem teuer und fast gar nicht zu bekommen.
Beatrix stellt trotzdem die herrlichsten Torten her, die ihr jede Menge Kundschaft bescheren, doch gleichermaßen wieder Ärger mit der Zunft.
Viele Wendungen und verschiedene Ereignisse machen `Die honigsüßen Hände` zu einem wahren Lesevergnügen! Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !







Donnerstag, 22. Juni 2017

Gewinnspiel !!!!!





                                                       
                                                        
                            Es ist soweit !!
                                    
Am 05.07.2017 erscheint ein neuer `Falko Cornelsen- Thriller` von Petra Mattfeldt                                                                                                                 

©A.Lunau



                          >BLUTSCHMUCK<



Darum geht es:
Die Kommissarin Sarah Bischoff lernt auf der Beerdigung ihrer Mutter Lisa Schönfeld kennen, die sich als eine Freundin aus Jugendtagen vorstellt. Nachdem Lisa eine Halskette an Sarah bemerkt, verschwindet sie sichtlich verstört von der Trauerfeier. Sarah Bischoff beginnt daraufhin mit ihrem Freund, dem Profiler Falko Cornelsen, hinter das Geheimnis des Schmuckstücks zu kommen und öffnet damit die Tür zu einem dunklen Kapitel, in dem auch ihre eigene Familie eine bedeutende Rolle zu spielen scheint.




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Mehr über Petra Mattfeldt erfahrt Ihr auf ihrer HOMEPAGE


©A.Lunau





Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen?? Es wäre schön, wenn Ihr Leser hier auf dem Blog werdet und meine Facebook Seite liked!
Ansonsten reicht ein Kommentar hier drunter oder bei Fb und Ihr hüpft in den Lostopf.
Markiert gerne eure Freunde und teilt auf euren Blogs und bei Fb.
Bis zum 01.07.2017 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.
Wenn Ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück !!!

Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension: `Sieh nichts Böses` von Inge Löhnig

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Der beste Dühnfort- Krimi !!!!
















Lange mussten die Leser auf einen neuen Inge Löhnig- Krimi warten, aber ich kann sagen: Es hat sich gelohnt!!
 Kommissar Dühnfort beginnt mit den Ermittlungen, nachdem während einer Hundeprüfung durch Zufall eine Frauenleiche gefunden wurde. Recht schnell ist die Identität der Toten geklärt, doch als die Polizisten zu den Eltern der jungen Frau fahren, um ihnen die schreckliche Nachricht zu überbringen, sind sie mehr als erstaunt über die Reaktionen, die sie dort erleben.


Außerdem erwarten Dühnfort und seine Frau Gina ihr erstes Kind und leider gibt es da eine nicht so schöne Nachricht der Ärzte. Eigentlich mag ich nicht viel Privatkram der Ermittler im Krimi, doch hier hat es mich komischerweise gar nicht gestört. Man fiebert quasi mit, wie die beiden mit der neuen Situation umgehen und wie sie sich entscheiden werden.
Inge Löhnig  lässt uns in verschiedenen Handlungssträngen mehrere Familien kennen lernen und zwar ziemlich ausführlich, sodass man eine Verbindung aufbauen kann. Scheinbar haben die Personen nichts miteinander zu tun und immer wenn ich dachte, mir ginge ein Licht auf, löste sich der Verdacht fürs Erste wieder auf.
Auch Dühnfort und sein Team kommen nicht so recht voran. 
Gibt es bei dem Mord an der jungen Frau eine Verbindung zu einem zurückliegenden Mordfall und was hat es mit den Affenfiguren auf sich, die neben den Toten gefunden wurden?

Ich habe lange keinen so perfekt konstruierten Krimi mehr gelesen. Alle anfänglich losen Fäden werden zum Schluss verknüpft und zu einem fulminanten Ende zusammengeführt.
Ich mag alle `Dühnfort`- Bände, aber für mich ist `Sieh nichts Böses` der beste! 
Extrem spannend geschrieben, fesselnde Story mit vielen Wendungen- einfach genial!
Das war mal wieder so ein Buch, bei dem ich traurig war, als ich es zuschlagen musste.
 Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite!!






Ich danke dem Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension: `Das Haus der schönen Dinge` von Heidi Rehn

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Aufstieg und Fall eines Kaufhauses!!!

















Jakob Hirschvogl besitzt ein beliebtes Kaufhaus am Münchener Rindermarkt. Mit Hilfe seiner Frau Thea und ihren ausgefallenen Ideen macht er das Hirschvogl zu Münchens angesagtester Adresse für die neueste Mode.
Die Kunden lieben das Hirschvogl und als die nächsten Generationen der Familie heranwachsen, wird das Warenangebot weiter ausgebaut. Jakobs Tochter Lily ist hier die Hauptprotagonistin, sie hat im Gegensatz zu ihrem Bruder schon von klein auf Interesse für das Kaufhaus und auch das nötige Talent, doch es vergehen viele Jahre, bis Jakob einverstanden ist, dass Lily zur Geschäftsleitung gehört.
`Das Haus der schönen Dinge` kann man als Familiensaga bezeichnen. In der Familie Hirschvogl dreht sich alles nur ums Kaufhaus und das ist auch das Hauptthema des Buches.

Bis kurz vor dem zweiten Weltkrieg läuft alles wie am Schnürchen, dann beginnen arge Schwierigkeiten, denn die Hirschvogls sind Juden.
Die Stimmung im Land verändert sich, Kunden und Freunde wenden sich von der Familie ab.

Heidi Rehn beschreibt das Wachsen des Kaufhauses sehr umfassend, dabei kommen die Menschen, um die es geht, manchmal etwas zu kurz.
Das alltägliche Leben wird immer nur oberflächlich angekratzt, es gibt häufig größere Sprünge über einige Monate oder sogar Jahre und auch wenn in der Zeit gravierendes passiert ist, wird nicht näher darauf eingegangen.
 Umso mehr geht es um die neueste Mode aus Paris, die Gestaltung  der Schaufenster, die Einkäufe im Ausland oder die Belange der Belegschaft.
Ziemlich häufig musste ich mich durch die Seiten quälen, weil ich es extrem langatmig und alles zu sehr bis ins Kleinste beschrieben fand. Es gab natürlich auch viele Szenen, die mich fesseln konnten, aber insgesamt war mir das Buch mit 656 Seiten zu dick.

Die Ereignisse rund  um die Familie Hirschvogl hätte ich mir gerne ausführlicher gewünscht, doch  das ganze Drumherum um das Kaufhaus hätte ruhig kürzer und weniger detailliert ausfallen dürfen.

`Das Haus der schönen Dinge` hat mich nicht so ganz überzeugt!





  Ich danke dem    Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 16. Juni 2017

Rezension: `Tiefe Schuld` von Manuela Obermeier


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Tiefe Schuld!!














Kommissarin Toni Stieglitz wird zu einem Mordfall gerufen. Eine Frauenleiche  im Wald, ermordet, und die Flecken und Blutergüsse auf ihrem Körper deuten auf Misshandlungen hin, die ihr lange vor der Tat zugefügt worden sein müssen.
Toni wird direkt an ihre eigene Vergangenheit erinnert, ihr Freund Mike hat sie auch misshandelt, bis sie ihn angezeigt hat.
Die tote Frau tut ihr sehr leid und für Toni ist es ganz klar, dass der Ehemann der Täter ist. Ihre Kollegen sind allerdings anderer Meinung und werfen ihr eine einseitige Ermittlung vor.

Der Fall gestaltet sich für Toni doch nicht so einfach, wie zuerst gedacht. Irgendwann ist sie gezwungen, auch einen anderen Täter in Erwägung zu ziehen.
Den Leser lässt die Autorin durch einige geschickte Wendungen gleichfalls im Ungewissen, wer  für den Mord verantwortlich ist.
`Tiefe Schuld`  gehört wieder eher in die Kategorie ruhiger Krimi, ohne viel Action, dafür mehr Ermittlungsarbeit.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, das Buch lässt sich flüssig lesen. Auch der Fall ist sehr interessant, allerdings wurde mir zu viel von Tonis Privatkram erzählt. Da hätte es gerne etwas weniger sein dürfen und auch Tonis Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Trotzdem war es insgesamt eine spannende Story.




Ich danke dem Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 14. Juni 2017

And the winner is...............

Ihr Lieben, ich habe drei Gewinner ermittelt!!!!



                                           

Ich danke Inge Löhnig und dem Ullstein/List Verlag für die Bereitstellung der Gewinne!!


Über je ein signiertes Exemplar von   ` Sieh nichts Böses`  dürfen sich freuen:


Petra K.
                               Kathrin T.
Anja D.

   HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!!
        Schickt mir bitte eure Adressen. Allen anderen danke ich für die Teilnahme!!!
Und das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt !!!

Freitag, 9. Juni 2017

Rezension: `Amnesia- Ich muss mich erinnern` von Jutta Maria Herrmann



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Psychothriller vom Feinsten !!

















Helen weiß, dass sie unheilbar krank ist- Lungenkrebs im Endstadium. Die Ärzte geben ihr noch ungefähr ein Jahr. Sie beschließt, sich von ihrer Mutter und ihrer Schwester zu verabschieden, die sie lange nicht gesehen hat und zu denen das Verhältnis nicht besonders ist.
Doch als sie dort ankommt, findet sie nie den richtigen Zeitpunkt, um den beiden von ihrem Zustand zu erzählen.
Ihre Mutter reagiert mehr als kühl auf das Wiedersehen, nur ihre Schwester Kristin, inzwischen glücklich verheiratet und schwanger, scheint sich zu freuen. Als Helen jedoch Kristins Ehemann kennenlernt, ist sie alles andere als erfreut. Sie kennt Leon von früher und weiß, dass er ein Verbrechen begangen hat, für das er nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Auch ihre Schwester scheint er nicht gut zu behandeln und Helen macht eine Äußerung, die sie bald bitter bereuen wird.

Kurz nach ihrer Ankunft bei der Familie  passieren im Umfeld plötzlich schreckliche Dinge, ein Selbstmord, ein Mord, ein Unfall.
Helen kriegt alles eher wie durch einen Schleier mit, denn sie nimmt zu häufig Beruhigungstabletten, obwohl sie weiß, dass diese starke Nebenwirkungen hervorrufen, z.B. Halluzinationen.
Sie leidet oft unter  großen Erinnerungslücken und Kontrollverlust und eines Morgens fragt sie sich beim Erwachen voller Panik, ob sie evt. für die Taten verantwortlich ist, denn scheinbar deutet alles auf sie als Täterin hin. Ist sie wirklich eine Mörderin? Oder bildet sie sich alles vielleicht nur ein?

Der Thriller ist in der Ich-Form aus Helens Sicht geschrieben. In fesselndem Schreibstil mit kurzen Kapiteln lässt die Autorin uns an Helens Gefühlswirrwarr teilnehmen.
 Ich war mir während des Lesens nie ganz sicher, was Realität ist und wobei es sich um eventuelle Wahnvorstellungen im Medikamentenrausch handelt.

Durch clever eingesetzte Wendungen bringt Jutta Maria Herrmann andere Verdächtige ins Spiel, die auch ein Motiv gehabt hätten, um uns kurze Zeit später wieder einen klaren Beweis für Helens Schuld zu liefern. So bleibt die Spannung erhalten und der Leser weiter im Ungewissen. 

Jutta Maria Herrmann hat mich auch mit  ihrem  neuen Buch wieder begeistert. `Amnesia` ist ein packender Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat.






stert

Dienstag, 30. Mai 2017

Rezension: `Mordkapelle` von Carla Berling

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Spannung und Humor, eine gute Mischung !!!














Lokalreporterin Ira Wittekind ist den meisten Lesern ja schon aus den vorigen Bänden bekannt, jedoch kann man auch problemlos mit diesem Band einsteigen.
Als der Apotheker Ludwig Hahnwald in der Dorfkapelle bei einem Brand ums Leben kommt, sieht alles nach Mord aus und Ira beginnt sofort mit den Vorbereitungen für ihren Artikel. Sie möchte das Leben von Ludwig Hahnwald beleuchten und eine Reportage über ihn schreiben.
Wer hatte ein Motiv, den beliebten Apotheker zu töten? Profitiert vielleicht jemand finanziell von seinem Tod oder gab es doch andere Gründe?

Als sie sich näher damit beschäftigt, stößt Ira immer wieder auf unerklärliche Vorkommnisse in der Vergangenheit und auf eine Familie, in der seit Jahren so einiges totgeschwiegen wird.

Ira ist eine sympathische Protagonistin, die den Dingen gerne auf den Grund geht. Ziemlich verbissen versucht sie, mehr über die Familie Hahnwald herauszubekommen.


Was sie dabei nach und nach entdeckt, lässt auf eine große Story hoffen, doch es wird immer besser. Jeder aus der Familie hat anscheinend etwas zu verbergen und der allseits beliebte Ludwig Hahnwald hatte auch allerlei Geheimnisse in seinem Leben. Ira findet heraus, dass er bei weitem nicht der nette Mensch war, den alle in ihm sahen.

`Mordkapelle`ist eher ein ruhiger Krimi und nicht sonderlich actionreich, hier geht es hauptsächlich um Recherche und die vielen dunklen Geheimnisse im Umfeld des Toten.
Die Autorin schreibt in lockerem, leichten Stil, bringt immer wieder neue Verdächtige ein, sodass der Leser keine Ahnung hat, wer den Apotheker auf dem Gewissen hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Für die Leser der vorigen Bände gibt es ein Wiederlesen mit Andy und seiner Familie. Humorvoll beschreibt Carla Berling die beiden alten Tanten, die immer ein `Schnäpsken` bereit halten. Die ostwestfälische Mundart der beiden war mir in den anderen Bänden manchmal etwas viel, hier hat sie jedoch genau die richtige Dosis gefunden.

Obwohl die  Protagonistin Reporterin ist und keine Polizeibeamtin, ist `Mordkapelle` ein fesselnder Krimi mit vielen humorvollen Szenen und einer ordentlichen Portion Lokalkolorit!!







Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.