Donnerstag, 4. Januar 2018

Rezension: `Die Giftmörderin Grete Beier` von Kathrin Hanke

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Wahre Geschichte, spannend verpackt!!!
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Die Bürgermeistertochter Grete Beier lebte Ende des 19. Jahrhunderts in der Nähe von Freiberg.
Ihre Mutter war zeitlebens etwas unnahbar und streng, der Vater dagegen liebevoll und zu nachgiebig. Grete ist alles andere als brav und verliebt sich in den Tunichtgut Hans. Niemand kann sie davon abhalten und erst als sie herausbekommt, dass sie nicht die Einzige ins Hans` Leben ist, macht sie Schluss.
Aus Trotz verlobt sie sich mit dem viel älteren Ingenieur Curt. Ihren Eltern gefällt das und sie freuen sich, dass Grete endlich zur Vernunft gekommen zu sein scheint.

 Schon kurze Zeit später vergibt sie Hans und will die Verlobung mit Curt wieder lösen, doch diesmal bestehen ihre Eltern jedoch darauf, dass sie ihr Versprechen hält. Eine gelöste Verlobung hätte für die Tochter des Bürgermeisters eine Schande bedeutet und das Ansehen der Eltern wäre stark beschädigt worden.

Grete ist sehr verwöhnt, völlig unreif und dumm. Mit allen Mitteln versucht sie, Curt und ihre Eltern umzustimmen und gleichzeitig Hans bei Laune zu halten. Sie erfindet Leute, schreibt Briefe in fremdem Namen, fälscht Unterschriften, aber alles völlig dilettantisch.

Ein Menschenleben bedeutet ihr nichts. Ihre Kaltschnäuzig- und Oberflächlichkeit geht so weit, dass sie eiskalt ihren Verlobten umbringt, um frei für Hans zu sein und einfältig wie sie ist, annimmt, das niemand sie verdächtigt.

Kathrin Hanke hat hier wahre Begebenheiten und Fiktion perfekt verknüpft. Der Stil, in dem sie die Geschichte erzählt, ist recht einfach gehalten, was meiner Meinung nach perfekt zu Gretes dümmlichem Wesen passt.
Zwischen den Kapiteln werden Ausschnitte aus Zeitungen und Gerichtsakten eingefügt, sodass man nachlesen kann, wie es damals wirklich war.

Kathrin Hanke hat mich mit ihrem spannenden Krimi um Grete Beier begeistert und so gefesselt, dass ich ihn in zwei Abenden gelesen habe. 




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