Montag, 18. September 2017

Rezension: `Wie der Wind und das Meer` von Lilli Beck


* * * *

Die Geschichte einer großen Liebe mit vielen Hindernissen!!















Das Buch beginnt mit den Jahren 1945-1948, als der 11jährige Paul nach einem schrecklichen Fliegerangriff seine ganze Familie verliert.
Während er noch durch die Trümmer irrt, trifft er die kleine Sarah, die das gleiche Schicksal erlitten hat, auch ihre Angehörigen sind nicht mehr am Leben.
Sie erinnert Paul an seine kleine Schwester und fortan bleiben sie zusammen. Da Sarah Jüdin ist, gibt er sie einfach als seine Schwester Rosalie aus.
In diesem Moment kann noch niemand ahnen, welche Komplikationen später daraus entstehen werden.

Lilli Beck hat ihr Buch in verschiedene Jahresabschnitte eingeteilt, gekonnt spannt sie den Bogen von der Kriegszeit bis zur Gegenwart, und lässt die Geschichte im Jahr 1989 enden.


Paul und Sarah werden adoptiert, aber ist es irgendwann nicht mehr möglich, die Eltern über ihre wahre Herkunft aufzuklären. Das wäre auch nicht unbedingt nötig gewesen, wenn Paul und Sarah nicht plötzlich mehr füreinander empfunden hätten, als es sich für Geschwister ziemt..
Und dann wird Sarah auch noch schwanger....

Ich habe schon öfters gelesen, dass im Krieg vermeintliche Waisen adoptiert wurden und die wahren Namen, erst recht, wenn es sich um Juden handelte, nirgendwo auftauchen.. Später war es dann unmöglich, eventuell noch lebende Verwandte zu finden oder diese das Kind.
Wieviel Leid dadurch über Familien gebracht wurde, ist unvorstellbar.

`Wie der Wind und das Meer` ist die Geschichte einer großen Liebe mit zu vielen Hindernissen. Manche von Sarahs Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, aber es war natürlich damals auch eine ganz andere Zeit.

Viele zeitgeschichtliche Ereignisse werden erwähnt, doch leider immer nur kurz angerissen. Manches hätte ich mir ruhig ausführlicher gewünscht.

Das Buch lässt sich gut lesen, ist trotz des Themas eher eine leichte Lektüre, in die man sich zur kommenden Jahreszeit gut hineinschmökern kann.



 Ich danke dem Blanvalet Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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