Dienstag, 21. Februar 2017

Rezension: `Die Holunderschwestern` von Teresa Simon

* * * * *
Lange verborgene Familiengeheimnisse !!


















Katharina ist eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, als eines Tages unerwartet der Engländer Alex Bluebird vor ihrer Tür steht. Er übergibt ihr eine alte Kladde, in der sich die  Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny befinden.
Gespannt stürzt sich Katharina auf die Lektüre, die 1918 beginnt und sie sofort in ihren Bann zieht, denn das Leben ihrer Urgroßmutter schien alles andere als langweilig gewesen zu sein.
Teresa Simon schreibt in zwei Zeitebenen, wechselt immer zwischen Anfang des 20. Jahrhunderts und 2015 hin und her.
Beide Handlungsstränge fand ich spannend, wobei ich noch lieber in Fannys Leben abgetaucht bin.

Die Entwicklung des Nationalsozialismus zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg bekommt man genau mit, denn Fannys beste Freundin ist Jüdin.
Als Fanny zeitweise bei der Familie von Paul Klee, dem Maler, arbeitet, begegnen uns bekannte Namen. Dort trifft sie des Öfteren auf Rainer Maria Rilke, Bert Brecht und Oskar Maria Graf.

Katharina ist eine sympathische Protagonistin, deren Leben ziemlich durcheinander gerät, als durch die Aufzeichnungen lange verborgene Familiengeheimnisse ans Licht kommen.
Dabei befindet sie sich selbst gerade in einem Gefühlschaos, denn der nette Alex ist ihr nicht gleichgültig, doch leider ist er gebunden.



Durch die verschiedenen Zeitebenen ergibt sich eine spannende Story, die Mischung aus historischem Roman und den Geschehnissen in der  Gegenwart verleiht dem Buch die richtige Würze.
Teresa Simon ist mit `Die Holunderschwestern` wieder ein wunderbares Lesevergnügen gelungen!!









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