Samstag, 23. Juli 2016

Rezension: `Unter dem Banner des Kreuzes` von Astrid Fritz

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Ziemlich langatmig !!
















Die 17 jährige Anna hat es nicht leicht. Obwohl sie fleißig und gehorsam ist, findet der jähzornige Vater immer einen Grund, sie zu schlagen oder zu beschimpfen.
Als eine Gruppe Werber nach Freiburg kommt und die Menschen auffordert, an dem Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems teilzunehmen, flieht sie und begibt sich mit vielen anderen Gläubigen auf die beschwerliche Reise.
Angeführt wird der Pilgerzug von einem Hirtenjungen namens Nikolaus, dem angeblich ein Engel erschienen sein soll.
Zuerst sind die, zumeist jungen Leute und Kinder noch euphorisch, doch mehr und mehr kommen Zweifel, ob die Mission wirklich unter einem guten Stern steht. Denn bei den langen Fußmärschen leiden sie unter Hunger, Durst, Schwäche. Es breiten sich Krankheiten aus und von den Menschen aus den Städten und Dörfern, die sie passieren, bekommen sie kaum Hilfe. Das Ganze wird zu einer einzigen Tortur. Der angehende Priester Konrad versucht Anna und ihre Mitstreiter von dem Vorhaben abzubringen, was ihm nicht gelingt, denn sie halten, trotz aller innerlichen Zweifel, beharrlich an ihrem Glauben fest. So schließt er sich ihnen an, um ihnen zur Seite zu stehen und zu helfen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, auch ist das Thema interessant. Allerdings finde ich, sie hätte viel mehr daraus machen können.
`Unter dem Banner des Kreuzes` fängt sehr vielversprechend an, doch dann flacht es ab und wird sehr langatmig erzählt.
Beschrieben werden die einzelnen Reisewege, wie beschwerlich Anna und die Gruppe voran kommen. Unstimmigkeiten, die es immer öfter zwischen den Pilgern gibt und andere kleine Begebenheiten, aber insgesamt plätschert das Ganze bei 417 Seiten so vor sich hin. Es gibt keinen wirklichen Höhepunkt, keine besondere Spannung. 
Ich fand es ziemlich langweilig, weil eigentlich ein Tag wie der andere war.
Jederzeit hätte ich es weglegen können, ohne zu wissen, wie es weitergeht.
Ich mag die Bücher von Astrid Fritz, aber `Unter dem Banne des Kreuzes` hat mich etwas enttäuscht.





Ich danke dem Wunderlich Verlag    für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 15. Juli 2016

Rezension: `Tod und Spiele` von Petra Mattfeldt



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Hat mich voll überzeugt!!!!!














Der Lüneburger Kriminalhauptkommissar und Profiler Falko Cornelsen  will eine kleine Auszeit nehmen, um über das mögliche Ende seiner Ehe nachzudenken. Der Weg führt ihn nach Flensburg zu seinem Freund und Kollegen Oliver König.
Anstatt wie geplant Urlaub zu machen, schlittert Falko direkt in Olivers Ermittlungen zu einem Todesfall, der sich während einer `Behandlung` bei der Domina Madame Noir ereignet hat. Schnell stellt sich heraus, es war kein Unglücksfall, sondern Mord.
Oliver und sein Team sind froh über die Hilfe des Profilers aus Lüneburg. Innerhalb kürzester Zeit gibt es noch mehr Tote und es scheint sich um ein- und denselben Täter zu handeln, denn die Art, wie alle Opfer zu Tode gekommen sind, deutet auf ein sexuelles Motiv hin.
Falko versucht, irgendeine Verbindung zwischen den Getöteten herzustellen, doch das ist schwieriger als es scheint, denn die möglichen Zeugen mauern und schweigen.

 In einem zweiten Handlungsstrang befindet sich eine Gruppe  gefangener kleiner Kinder. Ziemlich authentisch wird ihr trostloses und qualvolles Dasein geschildert, was den Leser  nicht so schnell wieder loslassen wird.
Im dritten Handlungsstrang gibt es noch das Mädchen Tina, das sich auch in Gefangenschaft befindet.

 Ich habe das Buch  Sonntagmorgens angefangen und es hat mich so gefesselt, dass ich es in einem Rutsch ausgelesen habe.
 Die Autorin hat mit Falko Cornelsen einen Ermittler geschaffen, der mir jetzt im zweiten Band richtig ans Herz gewachsen ist, sodass ich mir eine längere Reihe mit Falko Cornelsen Krimis gut vorstellen kann.
Petra Mattfeldt schreibt in kurzen, spannenden Kapiteln, in denen sie auch ausführlich die Arbeitsweise der  Ermittler schildert, was ich sehr liebe.
Hier werden keinerlei übertriebene, reißerische Szenen benötigt, um den Leser zu fesseln.
Im Laufe des Lesens habe ich mich öfters gefragt, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenpassen.
Doch alle losen Fäden führen zu einem total stimmigen Ende zusammen,  bei dem keine Fragen  offen bleiben.

Während ich beim ersten Band `Sekundentod` nur 4 Sterne vergeben habe, hat mich `Tod und Spiele` auf ganzer Linie überzeugt.



  Ich danke dem Gmeiner Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 12. Juli 2016

Rezension: `Je schwärzer die Nacht` von Leonie Haubrich



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Traue Niemandem !!














Die Anwältin Stefanie Beck bekommt nach einer längeren beruflichen Auszeit den Fall  Pia Jawlensky zugeteilt. Pia wird des Mordes an ihrer Mutter beschuldigt, denn sie wurde mit der Tatwaffe in der Hand neben der toten Lorna gefunden. Leider kann sie sich jedoch an nichts erinnern. Besonders kooperativ ist sie auch nicht, sodass Stefanie auf eigene Faust versucht, etwas über die Tat herauszufinden. Kurz darauf wird auch Pias Vater wegen eines anderen Deliktes verhaftet. Stefanie glaubt weder an Pias Schuld, noch an die ihres Vaters.
Bei ihren Nachforschungen findet sie heraus, dass die tote Lorna und ihre Kollegen an einer medizinischen Studie arbeiteten und Lorna anscheinend  eine bahnbrechende Entdeckung gelungen ist.
Doch sie kam nicht mehr dazu, damit an die Öffentlichkeit zu treten. Hat ihr Tod vielleicht etwas mit der Studie zu tun? 


Ich habe vor Jahren mal ein Buch von Leonie Haubrich gelesen, das mir gut gefallen hat, aber ich kann sagen, dass sich der Stil der Autorin trotzdem noch sehr verbessert hat. Nach nur wenigen Seiten war ich direkt mittendrin in der Geschichte und sie konnte mich sofort fesseln. Die Protagonistin Stefanie ist sehr sympathisch, wenn ich auch manche naive Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen konnte.
Daneben hat die Autorin interessante und eigenwillige  Charaktere geschaffen, die den Leser im Ungewissen lassen, wem man hier trauen darf und wem nicht.
Dadurch, dass einige Verdächtige ins Spiel gebracht werden, bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Mittendrin empfand ich die Recherchen der Protagonistin etwas langatmig, doch zum Ende nimmt die Story wieder ordentlich Fahrt auf und plötzlich befindet sich Stefanie selbst in tödlicher Gefahr.

Bei `Je schwärzer die Nacht` handelt es sich um einen unblutigen Krimi mit einer spannenden Handlung und vielen unerwarteten Wendungen, der sich sehr flüssig lesen lässt.





Heute macht die Blogtour außerdem Station bei Meike Ernst  und ich glaube, da gibt es etwas zu gewinnen. Guckt mal rein.... Wenn Ihr links auf den Button klickt, seht Ihr alle teilnehmenden Blogs..

Montag, 11. Juli 2016

Blogtour- Ankündigung !!




Morgen erscheint der neue Thriller von Leonie Haubrich!!
Dazu haben sich einige Blogger im Rahmen einer Blogtour ein paar Überraschungen ausgedacht..
Eine Verlosung, ein Interview, eine Schnitzeljagd usw usw... 
Morgen werde ich auch hier meine Rezension veröffentlichen, denn ich durfte das Buch natürlich schon vorablesen. :-)
Klickt aufs Cover und Ihr gelangt zu Amazon

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Sonntag, 10. Juli 2016

Rezension: `I am Death-- Der Totmacher ` von Chris Carter


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Nicht ganz so gut wie die Vorgänger!!










Kurz hintereinander werden in Los Angeles grausam entstellte Frauenleichen gefunden. Detektive Robert Hunter und Kollege Garcia stehen vor einem Rätsel, denn der Mörder hinterlässt bei den Toten immer dieselbe Nachricht: `Ich bin der Tod.`
In einem zweiten Handlungsstrang erfährt der Leser über die Entführung eines kleinen Jungen, dem daraufhin ein schreckliches Martyrium bevorsteht. Obwohl er selbst furchtbaren Qualen ausgesetzt ist, wird er auch noch gezwungen, bei den bestialischen Morden an Frauen zuzusehen.

Chris Carter beschreibt die grausamen Szenen schonungslos bis ins kleinste Detail, also für Zartbesaitete ist das Buch nicht wirklich etwas.  Ich fand es ziemlich spannend, wenngleich ich mit dem Ende und der Auflösung des Ganzen nicht wirklich glücklich war. Kam mir doch etwas sehr an den Haaren herbeigezogen vor.
Von den beiden Ermittlern erfährt man diesmal kaum etwas Privates. Ich mag zwar nicht nicht, wenn es zu viel ist, aber bei zu wenig fehlt einem der Bezug zu den Personen.
Genauso war es mit den Opfern, ich konnte keinen Bezug zu ihnen aufbauen, weil ich nicht genug über sie wusste. Nur Wurm, der entführte Junge ließ mich mitleiden.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten.




 Ich danke dem Ullstein Buchverlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Mark Benecke Köln 28.06.2016 `Kriminalfälle am Rande des Möglichen` im Gloria Theater







Zum vierten oder fünften Mal besuchte ich schon eine Veranstaltung mit Mark Benecke. Aber langweilig wird es wohl nie werden!!
 
Das Thema des Abends war `Kriminalfälle am Rande des Möglichen`.
Zuerst versucht Mark Benecke bei jeder Veranstaltung, das Publikum etwas zu sensibilisieren. Dass man nicht alles glauben sollte, was man hört oder auf den ersten Blick sieht, sondern alles nachprüft und hinterfragt. Und SCHEINBAR Richtiges nicht immer wirklich richtig ist.
Er erklärte anhand von ganz einfachen Beispielen, wie er bei seiner Arbeit vorgeht. Z.B zeigte er uns Fotos, als er auf einer Parkbank gefrühstückt hat. Dabei konnte man Flechten und Algen im Holz erkennen, die man von alten Bänken kennt. Doch diese Spuren deuten auf so vieles hin, z.B. hat eine wenig benutzte Bank ganz andere Spuren als eine Großstadtbank usw.

Später ging es um echte Kriminalfälle, u.a. den sogenannten Busenmord, der mir schon durch die Zeitung bekannt war. Ist es möglich, einen Mann mit dem Busen zu ersticken? Zu diesem Zweck hat Mark Benecke einen Probanden ausgesucht, der sich von Frauen mit verschiedenen Busengrößen `ersticken` ließ. Dieser war hinterher der Meinung, das sei unmöglich, doch Mark Benecke ließ nicht locker und fand wahrhaftig heraus, dass es sehr wohl möglich ist, wenn ein kleines Detail dazukommt. 
Genauso abgedreht war der Fall, bei dem eine Frau aus Versehen einen Mann mit ihren High Heels tötete. Als Denkaufgabe zur Pause bekam das Publikum ein Foto zu sehen, wo ein Mann unter einen Getränkeautomaten lag. Die Frage war: Wieso passierte das immer nur jungen amerikanischen Soldaten?  Die richtige Lösung hat allerdings niemand herausgefunden und die Erklärung war so menschlich!! Ich möchte aber hier nicht zuviel verraten, falls Ihr auch einen Abend mit Mark Benecke vor euch habt.


In der Pause gab es mal einen kleinen Überblick über den etwas makabren Büchertisch
















 Ganz interessant fand ich               auch, dass Marks Freundin Ines sich Schweineblut ins Gesicht schmieren ließ, was wir aber nur auf Fotos sahen. So wurde uns demonstriert, dass Blut immer gerade läuft und nicht wie Farbe nach unten dünner wird. Erst jetzt wurde mit dieser Erkenntnis der Fall einer blutenden Madonna von 1927 aufgeklärt.





Wie immer war es ein spannender Abend mit einem sympathischen, publikumsnahen Mark Benecke!!!

Montag, 4. Juli 2016

Die Gewinner sind................................ !!!

Liebe Leser, vielen Dank für die vielen Kommentare und Markierungen hier und bei Facebook.. 
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Je eins der drei Bücher von Petra Mattfeldt haben gewonnen ...


                    Tadaaaaaaaaa..........

     Anneke D.
                         Tina J.
        Silvia B.

Herzlichen Glückwunsch !!!!!


Donnerstag, 30. Juni 2016

Rezension: `Schuld bist Du ` von Jutta Maria Herrmann

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SCHULD BIST DU !!!


















Als der Journalist Jakob Auerbach von einer Dienstreise aus Vietnam zurückkehrt, ist zu Hause nichts mehr wie es einmal war.
Seine Frau und seine Tochter sind spurlos verschwunden und die Wohnung ist leergeräumt. Er bekommt verschiedene Hinweise per Telefon, wo man die beiden gefangen hält.
Ihm erscheint das Ganze immer verworrener, schließlich glaubt er, dass seine Frau  hinter all dem steckt und ihn mit der Tochter verlassen hat.
Doch auf der Suche nach den beiden geschehen schreckliche Dinge, er findet ein totes Kind und unheimliche Botschaften. Doch das ist der erst der Anfang einer schrecklichen Odyssee...
Ein zweiter Handlungsstrang spielt im Krankenhaus.  Während eine junge Frau dort stundenlang am Krankenbett eines schwerkranken Mannes sitzt, lässt sie ihr Leben Revue passieren.
Der Leser bleibt im Unklaren, worin der Zusammenhang der beiden Geschichten besteht.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir, wenn auch jede Menge Zufälle passierten und ich während des Lesens manche Aktionen etwas übertrieben fand. Allerdings löst sich anschließend vieles auf, was mir dann endlich den ersehnten Durchblick verschaffte.

Die Autorin hat es geschafft,  mich von der ersten Seite an zu fesseln und das hat auch bis zum Ende gehalten.
 Raffinierte Wendungen und falsche Fährten machten die Story zu einem packenden Thriller, den ich schlecht aus der Hand legen konnte, weil ich immer wissen wollte, was weiter passiert.