Donnerstag, 29. Januar 2015

Rezension: `An einem Tag im November` von Petra Hammesfahr



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Erschreckend- Beklemmend- Spannend!!
















Die kleine Emilie kommt von  einem Ausflug mit dem Fahrrad nicht mehr nach Hause. Der Vater Lukas  war bei der Arbeit, die hochschwangere Mutter Anne eingeschlafen, sodass niemand mitbekam, wann Emilie sich aus dem Haus geschlichen hat.
Die Polizei leitet noch am Abend eine große Suchaktion ein, doch von Emilie fehlt jede Spur.
Mühsam versuchen die Beamten  die letzten Stunden vor ihrem Verschwinden zu rekonstruieren.
Petra Hammesfahr teilt die Story in mehrere Handlungsstränge auf und es wird aus verschiedenen Blickwinkeln berichtet.

Als Leser bekommen wir dadurch ganz andere Einblicke als die Polizei, jedoch bleibt die Identität des Täters völlig im Dunkeln.

Das Buch ist ab der ersten Seite spannend und der Spannungsbogen wird die ganze Zeit oben gehalten, obwohl es weder blutig noch besonders actionreich zugeht.
In vielen Rückblicken erfahren wir  einiges über das Leben, das Anne und Lukas und auch die anderen Mitwirkenden vor Emilies Verschwinden führten.
Dadurch sind mir schon verschiedene Personen ans Herz gewachsen und Emilies Verschwinden berührte mich noch mehr.
Zudem geht es im Buch um Mobbing und Erpressung in der Schule, um überforderte Lehrer, die lieber wegsehen, als einzugreifen. Um gestresste Eltern, für die der Job über alles geht und natürlich um eine  Menge Probleme.
Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und niemand interessiert sich wirklich für den anderen. Dabei spielen sich  hinter den Fassaden der gut bürgerlichen Wohnsiedlung erschreckende Szenen ab.
Beklemmend, wenn man sich vorstellt, dass alles wirklich so passieren und  eine Aneinandereihung von Zufällen so schreckliche Folgen haben könnte.

Den  raffiniert konstruierten Plot, gepaart mit den glaubwürdigen Charakteren  empfinde ich mehr als gelungen.
`An einem Tag im November` ist ein fesselnder und  packender Krimi im typischen Hammesfahr-Stil, den ich kaum aus der Hand legen konnte.


Ich danke dem Diana Verlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 26. Januar 2015

Rezension: `Das Haus am Königsforst` von Myriane Angelowski


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Was geschieht hinter den Mauern???











Die beiden, den Lesern schon durch BLUTLINIEN bekannten Kommissarinnen Lou und Maline werden zu einem Mordfall gerufen.
Die Musiklehrerin Rendel Sukowa wurde in ihrem Haus erstochen. Zum Kreis der Verdächtigen gehört auch einer ihrer Schüler, Levi Fischblut.
Mit seiner Familie lebt er total abgeschottet in einem Haus am Königsforst, umgeben von einem riesigen Zaun. Niemand weiß genau was sich dahinter abspielt; nur soviel, dass die Eltern fanatisch religiös sind und die Familie ohne Strom und fließendes Wasser völlig einfach lebt. 
Die Mahlzeiten werden aus Lebensmittelspenden zubereitet und die Kinder  unterrichtet die Mutter zu Hause.  Levi und seine Schwester Rica gelten bei den anderen Jugendlichen immer nur als Freaks, was vielleicht auch an Ricas kahlrasiertem Schädel liegt.
Doch hinter den Mauern des Hauses am Königsforst verbirgt sich ein ganz schreckliches Geheimnis, von dem niemand jemals erfahren darf.
Das Buch ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt; in einem berichtet Rica, Levis Schwester, in der Ich-Form.

Ich habe das Buch an einem Sonntag regelrecht verschlungen. In der Art ist es ähnlich wie FINKENMOOR, mein absolutes Highlight von Myriane Angelowski.
Die Autorin schafft es, Handlungsfäden und Personen so unerwartet  zusammenzuführen, dass immer neue überraschende Wendungen eintreten.
Die Charaktere sind richtig gut gelungen, vor allem Levi in seiner innerlichen Zerrissenheit oder Rica, bei der man als Leser gar nicht weiß, woran man ist.
Besonders die Schilderungen aus dem Haus der Familie Fischblut fand ich extrem gruselig. Spannend, weil man nicht weiß, was wirklich dort passiert. Zum Schluss hätte es gerne ausführlicher sein dürfen, aber das Ende ist schlüssig und von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!


Montag, 19. Januar 2015

Rezension: `Passagier 23` von Sebastian Fitzek


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Nichts ist so, wie es scheint!!!













Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog, der auch erst ziemlich spät aufgeklärt wird.

Jedes Jahr verschwinden Menschen auf Kreuzfahrtschiffen, so auch vor 5 Jahren die Frau und der Sohn von Martin Schwartz, einem Polizeipsychologen.

Seitdem hat das Leben für Martin keinen richtigen Sinn mehr. In gewagten lebensgefährlichen Einsätzen riskiert er täglich im Job sein Leben.

Als er einen Anruf von Bord der `Sultan of the Seas` bekommt, dass jemand etwas über das Verschwinden seiner Familie wisse, begibt er sich an Bord des Schiffes, obwohl er es eigentlich nie wieder betreten wollte.

Mit Hilfe einer alten Dame und der Ärztin Elena stößt er auf ein Mädchen, das auch wochenlang als verschollen galt und jetzt plötzlich wieder auftauchte-- im Arm den Teddy seines Sohnes.

Nach und nach findet Martin unglaubliche Dinge heraus, die an Bord passiert sind und immer noch passieren.

Die Story ist in verschiedene Handlungsstränge unterteilt und wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt.

Der Autor hat mit seinem Protagonisten einen sehr eigenwilligen Charakter geschaffen, aber auch die anderen können sich sehen lassen. Sie entwickeln sich jedoch im Laufe des Buches ganz anders als vorhersehbar.

Sebastian Fitzek neigt ja manchmal dazu, seine Fantasie mit sich durchgehen zu lassen, doch Passagier 23 ist fesselnd, packend und und spannend erzählt. Erst zum Ende hin geht es nach typischer Fitzek-Manier etwas unrealistisch und abgehoben zu, aber das ist eben seine Art und ich finde, es hält sich bei diesem Buch absolut im Rahmen.

Mich hat `Passagier 23` von Anfang bis Ende fesseln können, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Dinge zusammenhängen, denn wie sich herausstellte, lag ich mit meiner Vermutung vollkommen falsch.




































































































































































































Dienstag, 13. Januar 2015

Rezension: `Limbi- Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn` von Werner Tiki Küstenmacher

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Der Kampf mit dem Limbi !!













Ich bin seit Jahren Fan der Simplify-Bücher von Tiki Küstenmacher.
Nun  entwarf der  Autor den "Limbi",  ein lustiges Männchen, der unseren inneren Schweinehund darstellen soll.
Abgeleitet wird Limbi vom `limbischen System` im Kopf.
Das Buch beschäftigt sich mit Problemen oder Themen in allen Lebenslagen. Wie besiege ich meinen  Limbi, wenn er wieder versucht, mich in meinen Entscheidungen zu beeinflussen?
Eigentlich wollte ich doch joggen, oder aufräumen, oder weniger essen und keinen Alkohol trinken.
Allzu leicht lässt man sich manchmal wieder  davon abbringen. Wer kennt das nicht?

Tiki Küstenmacher  befasst sich auch mit der Ehe, mit dem Nichtrauchen und mit der Gesundheit allgemein. Witzig und humorvoll gibt er wertvolle Denkanstöße.
Egal, ob es um Gelddinge geht, die Zeiteinteilung, den Tod oder um wirklich praktische Tipps, wie man effektiv entrümpelt oder aufräumt. Das Buch hält für jeden etwas bereit.
Natürlich ist nicht alles unbedingt neu, aber vieles hat man längst vergessen und muss es sich einmal wieder ins Bewußtsein rufen.

Das Limbi-Buch  ist ein kleiner Ratgeber, der einem bestimmt manches im Leben erleichtern kann. Man sollte natürlich nicht alles tierisch ernst nehmen, sondern es als ´Motivator` sehen, um manche Dinge zu überdenken oder zu ändern.

Ich bin mal wieder restlos begeistert, vor allem von den vielen wunderbaren Karikaturen, die das Buch schmücken und auflockern.








Ich danke dem Campus Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 12. Januar 2015

Lesung : Werner Tiki Küstenmacher Köln 27.11.2014



Ich bin ein bisschen in Verzug, aber möchte euch doch noch über den sehr schönen Abend im letzten Monat berichten, als ich wieder auf einer Lesung in der Buchhandlung Ludwig am Kölner HBF war. Auf diesen Abend habe ich mich schon lange gefreut, denn seit Jahren bin ich Fan von Tiki Küstenmacher, dem Autor der Simplify Bücher.



               
                  Das Motto der Lesung:
                   Mit Limbi auf Tour---
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Der Limbi leitet sich vom limbischen System im Gehirn ab. Tiki nennt Limbi den inneren Schweinehund und so hat jeder Mensch seinen eigenen Limbi. Dazu gibt es ein Männchen, vom ihm selbst entworfen und in allen Lebenslagen gezeichnet..

 
                       Und darum ging es an dem Abend:

Wie bekämpfe ich erfolgreich meinen inneren Schweinehund?




 
Als Tiki Küstenmacher vor Beginn der Lesung vorne stand und noch seine Sachen sortierte, war ich fast ein wenig enttäuscht. Er wirkte so unscheinbar; ich hatte mir einen ganz anderen Typen vorgestellt.









Doch in dem Moment, als er den Mund aufmachte und das Publikum anlachte, hatte er gewonnen.
Er hat eine tolle Ausstrahlung und von Anfang an konnte er die Zuhörer mitreißen.






Das Buch befasst sich mit verschiedenen Bereichen des Lebens.
Es soll motivieren, etwas verändern, einen vielleicht dazu bringen, Dinge zu überdenken. Oder einzusehen, dass man manche Gewohnheiten ändern sollte.
Sehr humorvoll bringt Tiki uns seine Ideen näher.
Dabei schrieb und malte er und wir konnten es direkt auf der Leinwand verfolgen.



Besonders hängengeblieben ist bei mir der Anti-Multitasking Limbi. Wir versuchen ja immer, viele Dinge gleichzeitig zu erledigen. Ich kenne das von mir selbst :
Ich muss dies und das noch machen, aber ich schaff es nicht, weil vorher muss das und das und das noch erledigt werden. Und am Ende hat man nichts richtig geschafft..
Der Anti-Multitasking-Limbi



Tiki rät, sich auf eine Sache zu konzentrieren und sie anständig zu erledigen.
 Mit ganzem Herzen kann man nur bei einer Sache sein!
Daran will ich in Zukunft öfters denken!

Es ging aber auch um Eheprobleme, ums Rauchen oder um das Joggen, das man immer verschiebt. Tiki erzählte vielleicht auch nicht immer etwas Neues, aber manche Dinge muss man sich einfach öfters ins Gedächtnis rufen. Wenn sie dann so lustig rübergebracht werden und dabei noch wunderbare Karikaturen auf der Leinwand erscheinen, bleibt auf jeden Fall etwas haften.
 Die Lesung ging nur etwas mehr als eine Stunde, danach durfte sich beim Signieren des Buches jeder wünschen, was Tiki ins Buch malen sollte. Ich habe mir natürlich den Anti-Multitasking Limbi erwünscht.. Der Abend war ein voller Erfolg, das Publikum war begeistert und ich kann nur empfehlen, hinzugehen, falls Tiki Küstenmacher mal in Eurer Nähe liest.






 



 
Der Nichtraucher-Limbi

Hier geht's um die Ehe





Jeder bekommt seinen Wunsch-Limbi gezeichnet









Immer wieder wunderschön, der Anblick des Kölner Doms, wenn man aus dem Bahnhof kommt.













Freitag, 9. Januar 2015

Kindle Deals der Woche

Guckt mal, vielleicht ist diese Woche etwas für euch dabei...
 Mich interessiert  das Buch von Veit Etzold und das `Abenteuer Jakobsweg`, weil es sehr gute Bewertungen hat...
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Dienstag, 6. Januar 2015

Rezension: `Mitten in der Stadt` von Mechtild Borrmann


Kurz, aber spannend!!!              * * * *










In Kleve, nahe der holländischen Grenze, wird der 20jährige Italiener Luca schwer verletzt. Während dreiste Diebe mit einem Auto direkt in ein Juweliergeschäft fahren, stand er dem Täter beim Zurücksetzen im Weg. Doch es scheint, als sei der Unfall nicht aus Versehen passiert, sondern absichtlich, da Luca den Fahrer erkannt hat.
 Die Polizei vermutet das auch ganz richtig, doch Luca und seine Familie schweigen dazu und kurz darauf gibt es einen Toten. Wurde er ermordet, weil er bei dem Überfall dabei war?
Die Autorin erzählt  aus verschiedenen Blickwinkeln, denn während die Polizei ermittelt und Puzzleteile zusammenfügt, sucht Lucas Familie auf eigene Faust nach dem Täter.
 Außerdem lernen wir in Rückblicken eine junge Frau kennen, die von ihrem charmanten Liebhaber schwanger wird. Zuerst ist er gegen das Kind, beschuldigt sie, ihn überrumpelt zu haben, doch dann lenkt er ein und heiratet sie. Bald darauf ändert  sich sein Verhalten  jedoch komplett und damit beginnt für die junge Frau ein langer Leidensweg unter ihrem tyrannischen Ehemann.

Mechtild Borrmann versteht es wie keine Zweite, die verschiedenen Handlungsstränge am Ende so zusammenlaufen zu lassen, dass das Finale  jedesmal eine echte Überraschung birgt.
Das Buch hat nur  216 Seiten, ist schnörkellos geschrieben, lässt sich flüssig lesen und obwohl es ein sehr ruhiger Krimi ohne viel Action ist, hat er mich von Anfang bis Ende gefesselt.
`Mitten in der Stadt` ist nicht ganz genial wie Mechtild Borrmanns `Wer das Schweigen bricht`, aber es ist ein spannendes packendes Buch, das ich nur empfehlen kann.



Ich danke dem Pendragon Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 1. Januar 2015

                           Liebe Leser,
Ich wünsche Euch ein FROHES NEUES JAHR


Ich danke euch, dass Ihr in den letzten Jahren meine Leser wart und hoffe, Ihr habt auch in 2015 noch Lust auf mein Geschreibsel :-)

Gibt es bei euch eigentlich irgendwelche Vorsätze fürs neue Jahr?