Sonntag, 19. April 2015

Rezension: `Der Glanz von Südseemuscheln` von Regina Gärtner

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Man kann wieder von der Südsee träumen !!









Gespannt habe ich auf die Fortsetzung von `Unter dem Südseemond` gewartet und ich wurde nicht enttäuscht!

Schon der erste Band um Alma und ihre Familie auf Samoa hat mich total begeistert und nun geht die Geschichte weiter.
Diesmal spielt sie im ersten Weltkrieg, der leider auch das beschauliche  Samoa zu einer Kriegsstätte macht.
Alma lebt inzwischen in Sydney, doch der Rest ihrer Familie bleibt in Samoa.
Die Handlung springt zwischen diesen beiden Ländern hin und her und die Protagonistin auf Deutsch-Samoa ist diesmal Mathilde, Almas Cousine.
Es war schon sehr eindrucksvoll zu lesen, wie der Krieg auch das entlegenste Dorf  erreichte und dass man auch dort als Deutscher  keinen leichten Stand hatte.
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie die Menschen, die friedlich und einträchtig beieinander lebten, sich in solchen Zeiten von den Nachbarn und Freunden abwenden und sie verachten, nur weil sie eine andere Nationalität haben. Nun gelten sie plötzlich als Feinde, obwohl die Heimatländer so weit weg sind und manche noch nie dort waren.
Regina Gärtner hat sehr gut recherchiert und dem Leser die bedrückende und bedrohliche Atmosphäre in Kriegszeiten näher gebracht. Die Armut, ein täglicher Überlebenskampf für die Menschen, die als Deutsche keine Chance auf Arbeit haben.
Alma, die sich gerade auf ein schönes neues Leben in Sydney, an der Seite ihre geliebten Joshuas, gefreut hat, muss sich gegen die Anfeindungen der Australier und zudem noch gegen die ihrer Schwägerin auseinandersetzen.
Mathilde muss auf Samoa als Haushaltshilfe arbeiten, denn ihre mühsam aufgebaute Konservenfabrik wurde kurzerhand geschlossen und sie und ihr Bruder enteignet. Zu allem Übel verliebt sie sich auch noch in den Feind.

Es geht um Krieg, Leid, Verrat, Überlebenskampf, Vergewaltigung, Niedertracht, aber auch um echte Freundschaft und natürlich um die Liebe.
Auf über 600 Seiten erfahren wir viel über den ersten Weltkrieg, was mich sehr gefesselt hat. Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem ersten Weltkrieg nie intensiv beschäftigt habe. Gerade wie sich der Krieg in den Gebieten auswirkte, fand ich hochinteressant.

Doch trotz der schweren Zeiten gibt es immer wieder Überraschungen, die das Leben lebenswert machen.
 `Der Glanz von Südseemuscheln`  ist ein Schmöker, den man am liebsten nicht mehr weglegen möchte. Wunderbar geschrieben, einfach mal etwas, um die Seele baumeln zu lassen.



Ich danke dem Heyne Verlag    für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 16. April 2015

Sorry....

Ich habe eben gesehen, dass ich bei dem Infotainment-Abend mit Mark Benecke den falschen Link eingetragen hatte. Er führte zu der alten Lesung in 2012..
Der passte natürlich überhaupt nicht zu dem letzten Post, warum ich kein  Fleisch mehr esse.
Der richtige Link ist jetzt umgeändert und Ihr findet ihn auch H I E R.


Dienstag, 14. April 2015

Was esst Ihr eigentlich ??



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Im März nahm ich doch an einem Infotainmentabend mit Dr. Mark Benecke teil. Seitdem ekelt es mich, Fleisch oder Wurst zu essen. Ich nahm an, es handelt sich nur um eine kurze Phase, aber bisher ist noch keine Besserung eingetreten.
Also habe ich mich mal mit vegetarischen Kochbüchern beschäftigt, wovon ich euch zwei  heute vorstelle.
Das Thema hat mich bisher  nie wirklich interessiert. 
Wie sieht das eigentlich so bei euch aus ? Esst Ihr Fleisch oder seid Ihr Vegetarier oder gar Veganer? 


 Rezension: `Ganz einfach vegetarisch` von Gabriele Kurz



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Sich einfach mal an neue Rezepte wagen!!


Das Kochbuch enthält 5 Kapitel


Fingerfood& Brotzeit

Auf die Schnelle

Gut geplant

Süßes

Basics


Die Rezepte sind alle reich bebildert und es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Viele raffiniert zubereitete Gemüsevariationen, aber auch Salate und Suppen.

 Was ich etwas vermisse, sind einfache Aufläufe ( Kartoffeln oder Nudeln) ohne Fleisch .

Überflüssig dagegen waren für mich die vielen Desserts und Süßspeisen, weil diese ja sowieso nie mit Fleisch zubereitet werden.

Da ich erst seit kurzem Vegetarier bin, empfinde ich viele Rezepte noch als sehr aufwändig, aber insgesamt gefällt mir das Kochbuch und es macht einfach Spaß, sich mal an Lebensmittel heranzuwagen, die ich bisher nur bei Ökos in lila Pluderhosen vermutete. :-)

Ich merke immer mehr, dass ich Fleisch gar nicht unbedingt vermisse, denn hier findet man superleckere Rezepte für Gerichte, die sehr schmackhaft sind.

Ich habe natürlich noch nicht alles ausprobiert, aber sehr lecker fand ich Paprika-Zucchini-Quiche und Kartoffel-Karotten-Laibchen.
Das Kochbuch hat 175 Seiten und den Preis finde ich  absolut angemessen.


Ich danke dem Ludwig Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
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Als zweites Kochbuch habe ich dieses unter die Lupe genommen...

 
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Rezension: `Vegetarisch- Grenzenloser Gemüsegenuss` von Marianne Zunner.




Fleischloser Gaumenschmaus!!

Für mich als Neu-Vegetarier fand ich die Zubereitung der Speisen schon tlw. etwas aufwändig. Es gibt viele Zutaten, die mir so nicht geläufig waren, aber vielleicht muss man sich da wirklich komplett umstellen.

Und es macht ja auch ein bisschen Spaß, mal ganz neue Lebensmittel auszuprobieren.

Zu den abwechslungsreichen Rezepten sind viele Fotos vorhanden und oft auch eine Art Zubereitungsempfehlung in Bildern.

Unterteilt sind die Kapitel in Tipps und Extras am Anfang; anschließend Heimat, Mittelmeer, Asien und TexMex. Das letzte Kapitel beinhaltet Rezepte der mittelamerikanischen Gemüseküche..

Besonders gut geschmeckt haben mir Pilzknödel mit Rahmlauch, genauso wie die Gemüse-Enchiladas.

Vielleicht ist dieses Buch für den  fortgeschrittenen Vegetarier etwas eher geeignet als für einen Anfänger.

Für den Preis unter 10 Euro kann man aber eigentlich gar nichts falsch machen.
                            


Ich danke dem GU Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mich würde sehr interessieren, ob es auch Vegetarier unter euch gibt...












Donnerstag, 9. April 2015

Rezension : `Anklage` von John Grisham



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Ich hatte mehr erwartet!!!












John Grisham ist seit vielen Jahren mein Lieblingsautor, doch `Anklage` konnte mich nicht wirklich vom Hocker reißen.
 Die junge Juristin Samantha Kofer arbeitet, als eine von vielen Anwälten, in einer sehr großen Kanzlei. Doch die Bilanzen sehen schlecht aus und sie und ihre Kollegen  bekommen kurzfristig die Kündigung.  Allerdings läßt der Chef ihr ein Hintertürchen offen. Wenn sie ein Jahr lang Sozialdienst  in einer gemeinnützigen  Einrichtung leistet, hat sie die Chance auf Wiedereinstellung
Samantha verschlägt es nach Brady, tief in den Appalachen gelegen, wo sie in einer sogenannten LAW Clinic ein Praktikum absolvieren soll.
Die Mandanten, die von der Clinic kostenlos vertreten werden, wachsen ihr ans Herz. Die meisten Menschen in der Region sind bei den großen Kohlefabriken beschäftigt. Diese beuten die Arbeiter aus und wenn sie Staublunge bekommen, werden sie gekündigt. Eine Lobby haben sie nicht und Anwälte können sie sich nicht leisten. 
Das Thema ist eigentlich interessant gewählt, da hätte man sehr viel draus machen können, doch es geht  irgendwie bei den vielen anderen Fällen, die behandelt werden und bei Samanthas ganzem Privatkram unter.
Die Charaktere fand ich alle nicht so richtig interessant und besonders Samantha bleibt etwas farblos.

`Anklage` beginnt spannend,  zieht sich dann ziemlich in die Länge und zum Schluss hin empfand ich es immer zäher werdend. Viele unwichtige Details  werden zu ausführlich beschrieben und  irgendwie fehlt mir der rote Faden in der Story.
 Vor allem ist man als  Grisham-Leser ge- und verwöhnt, dass er immer  noch einen Joker in der Hinterhand hält, mit dem der Leser nie rechnet. Aber hier ist alles vorhersehbar und während man noch auf etwas Besonderes wartet, ist das Buch zu Ende.
 Ich kann leider nur 3 Punkte vergeben.




Ich danke dem  Heyne Verlag    für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 3. April 2015

Guckt mal.....Super Kindle Deals der Woche!!!!

Von heute bis nächsten Donnerstag gibt es wieder die Kindle Deals. Diesmal ein Oster-Spezial. Ich habe schon einige Bücher entdeckt, die mir gefallen könnten.
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Samstag, 28. März 2015

Lesung : Jussi Adler Olsen und Peter Lohmeyer in Köln 15.03.2015



Schon zum dritten Mal besuchten wir eine Lesung von Jussi Adler Olsen und Peter Lohmeyer. Die Moderation wurde wieder von Margarete von Schwarzkopf übernommen. Ein bisschen hatte ich die Befürchtung, dass es langweilig werden könnte, wenn das gleiche Team nochmal auftritt. Wird  Frau von Schwarzkopf wirklich andere Fragen stellen als beim letzten Mal? Und wissen wir nicht bereits schon alles über Jussi von den vorigen Lesungen?




Aber meine Bedenken erwiesen sich als völlig unbegründet. Diesmal fand die Lesung im Musical Dome in Köln statt. 1695 Besucher wollten Jussi Adler Olsen erleben.
Zuerst erzählte Jussi ein bisschen über sein neues Buch `Verheißung`, das auf der Insel Bornholm spielt. Bei der Recherche brauchte er öfters Hilfe von Polizisten, doch diese gaben zu laufenden Fällen keine Auskunft. Es findet aber monatlich ein Treffen pensionierter Polizeibeamten in Kopenhagen statt und dort bekam er alle Antworten, die er benötigte und den Pensionären machte es Spaß.
Esoterik ist ein großes Thema im neuen Thriller; Jussi erzählte, dass es in Dänemark 32 TV-Kanäle gäbe, davon allein 8, die sich nur mit Esoterik beschäftigen. So ist das anscheinend dort ziemlich aktuell.
Es macht immer wieder Laune, Jussi Adler Olsen zuzuhören, wenn er in einwandfreiem Englisch etwas zum Besten gibt. Am Tag davor war ich auf der Lesung von Erik Axl Sund, bei der ich kaum etwas verstand und der Unterschied zu einem Abend mit Jussi ist einfach zu krass.
Peter Lohmeyer meinte zu Anfang, er sei  etwas müde, denn er kam geradewegs aus Südamerika und litt noch unter Jetlag. Aber natürlich ist er ein Profi und ließ sich davon nichts anmerken. Wie immer verstanden es die Drei perfekt, das Publikum  zu unterhalten. Humorvoll warfen sie sich gegenseitig die Bälle zu, konterten schlagfertig und brachten die Leute zum Lachen.
Peter Lohmeyer las mehrere Passagen aus `Verheißung` und er machte daraus fast ein Theaterstück.
 Es war einfach genial, wie er mit dem Buch in der Hand über die Bühne wanderte und nicht nur las, sondern schauspielerte.

 

Anschließend sollten Bücher signiert werden. Peter Lohmeyer meinte, das müsse diesmal ganz schnell gehen, man sollte nicht lange reden oder fotografieren.. Nur Bücher hinhalten und weitergehen. Er hätte Hunger und sie wollten noch etwas essen  und ein Bier trinken gehen. Doch natürlich war auch das ein Witz, denn Jussi ist ja bekannt dafür, das er sich nach den Lesungen sehr viel Zeit für seine Fans nimmt.
©A.Lunau
Da wir ganz vorne saßen, hatten wir dadurch das Pech, die letzten in der Reihe zum Signieren zu sein und wir standen ca 1 1/2 Std  an. Laura hatte ein Foto mit, das ich im letzten Jahr von ihr und Jussi aufgenommen habe.
Er war begeistert und signierte es gerne.

Das signierte Foto von Laura  (mit Herzchen) ©A.Lunau

Obwohl vor uns ja schon unzählige Besucher ein Foto mit ihm wollten, war er auch beim Letzten noch genauso freundlich und aufgeschlossen wie beim Ersten.
Alles in allem war dieser Abend wieder mal ein echtes Highlight der Lit.Cologne!!!!
©A.Lunau








Laura und Jussi  ©A.Lunau



Mittwoch, 25. März 2015

Ich mach mit.....




 Kurzentschlossen habe ich mich bei der Sparstrumpf -Challenge vom Bücherkaffee angemeldet.
Als ich gelesen habe, was Alexandra bisher schon gespart hat, fand ich die Idee super.


Von wann bis wann geht die Challenge?
1. März 2015 bis 28. Februar 2016

Was kommt in den Sparstrumpf?
1 gelesenes Buch - 2,00 € in die Spardose
(Betrag natürlich individuell wählbar)

Die Challenge-Regeln


  • Je fertig gelesenem Buch wird der gewählte Betrag in den Sparstrumpf / in die Spardose geworfen.
  • Dieses Geld ist dann bis zum Ende der Challenge tabu, d.h. der Strumpf / die Dose bleibt geschlossen.
  • Am 28. Februar endet die Challenge und am 29.02.2016 darf der Strumpf / die Dose dann geöffnet werden. Dann kann man ausgiebig shoppen gehen, sich was Tolles gönnen - oder einfach weiterlesen und weitersparen :-)
  • Seid konsequent und tut das Geld am besten immer gleich in die Kasse, denn man verliert sonst leicht den Überblick. Hilfreich ist auch eine Auflistung der gelesenen Bücher im Challenge-Post.
Ich werde hier natürlich immer mal über den Stand meines Sparstrumpfs berichten.
Für den  März muss ich  nachzahlen..
Gelesen habe ich bisher :


Wenn Ihr auf die Cover klickt, gelangt Ihr zur Artikelbeschreibung.



Fida- Stefanie Maucher
Sündenbock- Judith Arendt
Das Lächeln des Bösen -Petra Busch
Seebestattung- Natascha Manski
Am Anfang war die Stille- Leonie Haubrich


















Also 10 Euro in die Spardose..




 Habt ihr auch Lust bekommen ???  Ihr braucht dazu keinen eigenen Blog, es darf jeder mitmachen, der gerne liest.
Meldet euch einfach bei Alexandra vom Bücherkaffee an... 

Gelesen... Anklage- John Grisham
Der Glanz von Südseemuscheln- Regina Gärtner 
Alles muss versteckt sein--Wiebke Lorenz

Sonntag, 22. März 2015

Rezension: `Sündenbock` von Judith Arendt


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Nichts ist so, wie es scheint!!!  




















Schon im ersten Band hat mich die Geschichte um die Schöffin Ruth Holländer begeistert.
In `Sündenbock` geht es um eine, seit Jahren bettlägerige, alte Frau, die von ihrem Mann vergiftet worden sein soll.
Nicht wirklich ein aufregender Fall und auch relativ klar, doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes beim Prozess...
Auf dieser eher unspektakulären Basis  ist es Judith Arendt gelungen, eine richtig spannende Story zu konstruieren.
Ruth ist eine sympathische Protagonistin, die gerne den Dingen auf den Grund geht und ihr Schöffenamt ernst nimmt.
Hier passt es, dass ihr Privatleben viel Raum einnimmt,was ich sonst nicht so mag. Ihre Beziehung zu Hannes Eisenstrauch, dem Staatsanwalt läuft  nicht so glatt, wie sie es sich eigentlich wünscht. Ihre Kinder werden  immer selbstständiger und auch im Café Parisienne gibt es Probleme.
Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt, wovon einer in die Vergangenheit des alten Ehepaares zurückspringt.
So kann der Leser sich selbst eine Meinung bilden über die Dinge, die in der Wohnung passiert sind.
Nur dass das Ganze am Ende eine völlig andere Wendung nimmt, die ich nie vorhergesehen hätte.
Während des Lesens habe ich mich des Öfteren gefragt, was die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu tun haben sollen.
Es geht dort z.B. um eine junge Frau aus Moldawien, die hier in Deutschland auf der Flucht vor einem Zuhälter ist.
Und was hat Uwe, der langjährige Freund des alten Ehepaares, mit der Sache zu tun?
Ich konnte lange keinen Zusammenhang erkennen, doch Judith Arendt hat die Fäden zum Ende hin perfekt zusammengeführt und die Auflösung fand ich geradezu genial.

Ein fesselndes Buch, das ich in einem Tag verschlungen habe und für das ich eine klare Kaufempfehlung ausspreche!!




Ich danke dem Ullstein Verlag   für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.